Radarreflektivität


Neben der konventionellen Niederschlagsmessung an Bodenwetterstationen gehört das Wetterradar zu einem der wichtigsten Hilfsmittel für Meteorologen. Mithilfe eines Wetterradars lässt sich die in den Wolken gespeicherte Wassermenge bestimmen, welche Rückschlüsse auf kommende Niederschlagsereignisse zulässt. Diese Messewerte fließen hauptsächlich in Unwetterwarnungen und Wettervorhersagen ein.

Ein Wetterradar besteht aus einem Sender, welcher elektromagnetische Wellen in die Atmosphäre aussendet. Trifft ein Radarsignal auf Niederschlagsteilchen wie Regen, Schnee oder Hagel, wird ein Bruchteil des Signals in Richtung des Wetterradars zurückgestreut. Wie groß das zurückgestreute Radarsignal ist, hängt dabei vom Rückstreuquerschnitt bzw. der Größe und Anzahl der Niederschlagsteilchen ab. Die Radarreflektivität Z wurde speziell für meteorologische Zwecke definiert, um den Rückstreuquerschnitt von Niederschlagsteilchen anzugeben. Sie ist proportional zur Energie des zurückgestreuten Radarsignals und wird in der Einheit dBz (dB für Dezibel und z für Reflektivität) angegeben.

Die Radarreflektivität ist umso größer, je mehr und je größere Niederschlagsteilchen in der Luft sind (größerer Rückstreuquerschnitt). Folglich ist die Radarreflektivität umso größer, je stärker das Niederschlagsereignis ist.

Die hier angezeigte Radarreflektivität wird nicht von einem Wetterradar gemessen, sondern mithilfe eines laser-optischen Distrometers (OTT Hydromet Parsivel) bestimmt.